Frühkastration von den Maine Coon Katzen


 

Ist eine Kastration überhaupt sinnvoll?

 

Die Antwort lautet ja!

Sowohl Freigänger als auch Hauskatzen sollten unbedingt kastriert werden. Denn ansonsten darfst du dich schon bald über das laute Geschrei einer rolligen Katze oder dem schrecklichen Gestank des markierenden Katers in der Wohnung freuen. Hinzu kommt, dass weder der Geschlechtsverkehr, noch die Rolligkeit für die Tiere eine angenehme Sache ist, im Gegenteil. Die Rolligkeit ist unglaublich stressig für die Katzen und der Geschlechtsverkehr sogar schmerzhaft.

Ein weiterer Punkt, der für die Kastration spricht, sind die überfüllten Tierheime. Es werden immer mehr Katzen abgegeben für die sonst niemand die Verantwortung übernehmen will. Genau aus diesem Grund gibt es in einigen Städten und Gemeinden bereits eine Kastrationspflicht und auch Tierschutzvereine setzen sich dafür ein. Hier kannst du mehr über die Kastrationspflicht lesen.

Ich kann nachvollziehen, dass du Angst vor Komplikationen bei der Kastration hast, doch mittlerweile ist es ein Routineeingriff und die Vorteile überwiegen hier definitv die Nachteile.

Wann soll die Kastration durchgeführt werden?

 

Maine Coon Katzen sind Spätentwickler und werden im Verhältnis zu anderen Katzen sehr spät geschlechtsreif. Die Geschlechtsreife kann bis zu einem oder zwei Jahren auf sich warten lassen. Trotzdem solltest du auf keinen Fall zu lange warten und allerspätestens mit einem Jahr deine Katze kastrieren lassen. Dass man die erste Rolligkeit oder das erste Markieren abwarten sollte, ist ein Gerücht. Die Kastration sollte auf jeden Fall vor der geschlechtsreife erfolgen, um unnötigen Stress und Risiken zu vermeiden.

Ich empfehle dir, deine Maine Coon mit 6 Monaten oder früher kastrieren zu lassen oder eine sogenannte Frühkastration in Betracht zu ziehen. Diese wird bereits ab 6 Wochen durchgeführt. Denn wann genau deine Maine Coon Katze geschlechtsreif wird, kann niemand mit Sicherheit sagen.  

Ist die Kastration gefährlich?

 

Es kann bei jeder Operation zu Komplikation kommen, doch eine Kastration ist wohl der am häufigsten durchgeführte Routineeingriff bei Katzen überhaupt. Bei einem Kater ist der Schnitt sogar so klein, dass dieser heutzutage nur noch selten genäht wird und von alleine verheilt.

Das gefährlichste an der Operation ist die Narkose und nicht der Eingriff an sich. Doch wenn deine Maine Coon noch jung und gesund ist, solltest du dir auch darüber keine Gedanken machen. In der Regel wird jeder Tierarzt deine Katze vor der OP nochmal komplett durchchecken und dich darüber informieren wenn es irgendwelche Bedenken gibt.

Damit deine Katze sich nach der Operation wohlfühlt, solltest du folgende Dinge beachten:

  • Gebe deiner Katze 12 Stunden vor der Operation kein Futter mehr, da sie sonst während oder nach der Operation brechen könnte – sauberes Trinkwasser ist bis zu 2 Stunden vor der OP in Ordnung.
  • Versuche den Stress durch die Autofahrt zu mindern indem du die Transportbox mit einem Handtuch oder einer Decke abdunkelst.
  • Bestehe darauf, dass du die Katze erst wieder vom Tierarzt mit nach Hause nimmst wenn sie wach ist! Niemals ein narkotisiertes Tier mitnehmen.
  • Nach der Operation der Katze ihre Ruhe lassen, damit sie sich erholen kann.
  • Sorge dafür, dass deine Katze nach der Operation nicht unterkühlt indem du ihr ein warmes, gemütliches Bettchen einrichtest.
  • Sobald die Katze wieder eigenständig laufen kann, ohne viel zu Torkeln, darf sie dann auch wieder fressen.

Wenn du dir all diese Punkte zu Herzen nimmst, wird deine Maine Coon das Ganze am nächsten Tag schon wieder vergessen haben und auch du kannst dich von dem ganzen Stress erholen.

Halte deine Katze noch einige Tage nach der Operation im Auge, damit sie nicht zu viel an der Wunde leckt und somit die Heilung verhindert.


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